“Einbruch nicht bei mir”.

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Was kann ich unternehmen, dass in den dunkeln Wintertagen ein Einbruch nicht bei mir zu Hause geschieht? Wo sind die heiklen Stellen?

Einen Einbruch zu Hause mitzuerleben ist schrecklich: Es wird in die Privatsphäre eingedrungen, wo man sich sicher fühlte. Die gestohlenen Gegenstände haben persönlichen Wert und sind unersetzbar. Aus diesen Gründen hat Kantonspolizist Rolf Gasser sich der Einbruchsprävention gewidmet. Nach zwanzig Jahren an der Front ist er seit zehn Jahren Sicherheitsberater bei der Kantonspolizei Zürich. Am Anlass von Zürioberland Wohnen vom 30. September 2014 klärte er ein interessiertes und aktives Publikum über Ursachen und mögliche Vermeidungsstrategien auf.

Kanton Zürich als Hot Spot

Wo und wie geschehen die Einbrüche? Der Kanton Zürich verfügt schweizweit über die meisten Einbrüche. Rund ¼ der Einbrüche der Schweiz passieren hier, es handelt sich um ca. 14‘500 jährlich. Dazu kommen die versuchten Einbrüche. Die meisten Täter sind tagaktiv, die Einbrüche geschehen zwischen 8 und 20 Uhr. Da die Wohnungen und Häuser während dieser Zeit in vielen Fällen verlassen sind, ist einbrechen ein Kinderspiel. Einbrecher suchen sich keine spektakulären Wege, sondern bevorzugen ebenerdige Einstiege ins Haus. Bis abends die Bewohner nach Hause kommen, sind alle Spuren verwischt und die Täter verschwunden.

Einbruch nicht bei mir!

Einbrecher besuchen meist mehrere Häuser nacheinander. Wo ihnen ein schnelles Einsteigen nicht möglich ist, versuchen sie es beim nächsten Fenster oder der nächsten Tür. Mehrfamilienhäuser und Wohnungen sind genauso gefährdet wie Einfamilienhäuser: Die Anonymität schützt dort. Neben baulichen Massnahmen mit verstärkten Fenstern oder Türen hilft das eigene Verhalten und elektrische Massnahmen wie Licht oder Alarmanlagen, um einen Einbruch bei sich zu Hause zu vermeiden. Wertsachen sollen nicht in der Schmuckschatulle im Schlafzimmer, sondern an unüblichen Orten zum Beispiel in der Küche aufbewahrt werden.

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